TV-Formate jenseits jeglicher Grenzen der Geschmacklosigkeit

Kategorie: Mediengesellschaft | Kein Kommentar

«Tutti Frutti» (1990), «Big Brother» (1999), «Hilfe, ich bin ein Star» (2007) – Die TV-Shows müssen alle Jahre eins drauf geben, damit die Zuschauer  dem Fernsehen nicht davon rennen. Und wieder dreht sich das Karussel mit neuen Geschmacklosigkeiten wie «My Life as an Animal» (BBC) oder «Adopte-moi» (FR5). Eine Kurzbeschreibung dieser und anderer abstruser TV-Formate gibt’s hier (Quelle: SF).

Man wundert sich, wer denn an solchen Sendungen interessiert ist, hört man doch zuweilen von der Überalterung des Fernsehpublikums (Die besten Zuschauer von Kindersendungen seien Pensionierte…). Doch anscheinend stimmen die Einschaltquoten für solche Sendungen, sofern man diesen trauen kann. Und gemäss der JIM-Studie schauen täglich immer noch 63 Prozent der 12–19-Jährigen täglich fern (zum Vergleich: Internetnutzung: 63 %) (JIM 2008, Seite 26)

Der Film «Free Rainer – Dein Fernseher lügt» sinniert auf witzige Weise darüber, ob man den Einschaltquoten denn trauen kann und ob das Publikum zu gescheiten Sendungen «erzogen» werden könne. Apropos «gescheit»: Neil Postman meinte schon 1984, er hätte nichts gegen hirnlose Sendungen, aber etwas gegen Sendungen, welche behaupten, nicht hirnlos zu sein…

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