Über totgesagte Blogs

Kategorie: Mediengesellschaft | Kein Kommentar

bild-3Andrew Keen hat heute auf Twitter 2332 followers. Die Zahl prangt unübersehbar auf der Hauptseite seines Blogs. Und wenn eine neugierige Person drauf klickt, errechnet twittercounter, dass Keen in dreissig Tagen voraussichtlich 3312 followers haben wird – Dazu rührt Andrew Keen mächtig seine Blogrolle, zum Beispiel mit seinem gestrigen Artikel über die Zukunft des Blogs, hier. Echtzeit-Multimedia-Dienste wie Twitter & Co. würden den Blogs den Rang ablaufen. Vorbei also die herandiskutierte Macht der Blogger versus traditionelle Printmedien? Blogging ist wohl ebenso eine Mode wie vor einigen Jahren das in Bildungskreisen allseits diskutierte Podcasting etc., irgendwann kommt die Ernüchterung. Nicht so sicher bin ich mir aber, was Andrew Keen als die Wiedergeburt des Blogs bezeichnet: Jedermann kreiert sein eigenes soziales Netzwerk, wie zum Beispiel das WordPress-Plugin «buddypress». Wer hat Buddypress schon mal ausprobiert, wer installiert? Macht das Sinn, das eigene soziale Netzwerk?

nonoWas für künftig weniger wortgewaltige Blogs spricht, sind wohl Kurz-Blog-Varianten, eben wie Twitter oder der Bildblog  Tumblr. Man tischt sich gegenseitig Bilder auf, praktisch keinen Text, beispielsweise hier oder hier. Der Pädagoge meint dazu: Jetzt haben wir uns so gefreut, dass die Jungen wieder mehr schreiben, Blogs und so und jetzt reduzieren sie das Ganze wieder auf Bildli! – No Podcast, No Blog, No …?

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